Workshop zur Markterschließung Niederlande bringt Unternehmen aus den Kreisen Coesfeld und Borken mit Experten im grenzüberschreitenden wirtschafts- und beschäftigungsfördernden Umfeld zusammen.
Wie können Unternehmen im westlichen Münsterland den niederländischen Absatz- und Arbeitskräftemarkt besser erschließen? Mit dieser Frage beschäftigten sich Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen aus den Kreisen Coesfeld und Borken in einem zweieinhalbstündigen Workshop am Vormittag bei d.velop in Gescher.
Von 9:00 bis 11:30 Uhr stand der Austausch über Chancen, Best- und Badpractices der grenzüberschreitenden Beschäftigung im Mittelpunkt. Die Veranstaltung hatte bewusst Werkstattcharakter: kurze Impulse, offene Diskussionen und anschließend individuelle Beratungen für die teilnehmenden Betriebe.
„Viele Unternehmen wissen, dass der niederländische Arbeitsmarkt, gerade vor dem Hintergrund des Einstieg in diesen Absatzmarkt, enormes Potenzial bietet – aber sie kennen die konkreten Wege dorthin noch nicht“, erklärte Michael Paskert, EURES Berater des GrensWerk zu Beginn der Veranstaltung. „Genau hier setzen wir mit unserem Angebot an.“
Impulse aus Verwaltung und Wirtschaftsförderung
Impulsvorträge mit den Schwerpunkten Markteintritt & Marktchancen, Personal & Entsendung sowie Finanzierung & Ausschreibung zeichneten das Programm des kurzweiligen Workshops. Stephanie Rösing (UWV) und Karina Holtkamp (WfG des Kreises Borken) gaben Einblicke in aktuelle Entwicklungen des Arbeitsmarktes und in praktische Instrumente der grenzüberschreitenden Wirtschafts- und Beschäftigtenförderung.
Dabei wurde schnell deutlich: Die Nachfrage nach gewerblichen aber auch vertriebsorientierten Fachkräften auf beiden Seiten der Grenze ist hoch – ebenso die Bereitschaft zur Zusammenarbeit.
„Grenzüberschreitende Vermittlung ist längst kein Randthema mehr“, betonte ein Rösing während Ihres Beitrags. „Wenn wir den Arbeitsmarkt in „360 Grad“ denken, entstehen neue Möglichkeiten für Unternehmen und Beschäftigte.“
Beratung auf Augenhöhe
Nach den Impulsen wechselte das Format in eine dialogorientierte Austauschphase. In individuellen Gesprächen wurden gemeinsam mit den Unternehmen die jeweilige Ausgangslage, konkrete Personalbedarfe und mögliche Rekrutierungswege analysiert.
Ein Teilnehmer aus einem mittelständischen, Unternehmen aus der Automatisierungsbranche formulierte es so:
„Der Workshop hat uns gezeigt, dass der Schritt über die Grenze, hinein in den niederländischen Arbeitsmarkt, deutlich einfacher ist, als wir bisher gedacht haben. Besonders hilfreich war die individuelle Beratung zum Ende bei der auch interessante Projekte wie bus2talent.eu und die regelmäßigen „banenboerses“ in Doetinchem und Enschede mit direktem Zugriff auf viele Bewerber/innen, thematisiert wurden. – die 150 Minuten Zeit waren ohne jeden Zweifel gut investiert.“
Zum Abschluss des Workshops zog auch Karina Holtkamp von der WFG ein positives Fazit:
„Die Resonanz zeigt, dass der Bedarf an strukturierten Austauschformaten groß ist. Wenn Verwaltung, Wirtschaftsförderung und Unternehmen zusammenarbeiten, entstehen konkrete Lösungen für die Fachkräftesicherung und die Expansion unserer Kunden.“

